UG-ÖEL

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ÜG-ÖEL Landkreis Lindau

 

Im Landkreis Lindau (Bodensee) setzte sich die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) ursprünglich aus Wehrersatzdienstleistenden zusammen. Der ELW 2 wurde von dieser Mannschaft an den Einsatzort gebracht und dort von Kreisbrandmeistern besetzt.

Um eine konstante Besetzung der Einheit zu erhalten, suchte die zuständige Stelle im Landratsamt Lindau B. im Jahr 2006 nach einer Lösung um dieses Fahrzeug rund um die Uhr mir ausgebildetem Personal in den Einsatz schicken zu können. Die Anforderungen waren, ausreichend Platz für den ELW2 inkl. Anhänger sowie ausreichende Personalstärke innerhalb der aktiven Mannschaft. So wurde 2007 der ELW der Unterstützungsgruppe bei der Feuerwehr Nonnenhorn stationiert und entsprechendes Personal der Feuerwehr dafür ausgebildet. Seitdem besteht ein Kernteam von ca. 14 Mitgliedern die einmal im Monat Einsatzübungen bzw. Fortbildungen absolvieren.

Im Landkreis wird die UG-ÖEL nicht nur zu Großschadenslagen wie Flächenhochwasser o.ä. alarmiert. Man einigte sich damals das Einsatzspektrum der Unterstützungsgruppe zu erweitern um örtlich zuständige Einsatzeiter bei größeren Einsätzen zu unterstützen. Hier sehen Sie die unterschiedlichsten Szenarien bei der der „Kater Lindau 12/1“ zum Einsatz kommt.

Der ELW rückt mit einer Besatzung von 4 Mann aus. Bei entsprechenden Alarmstichwort rückt weitere Mannschaft mit dem MZF „Florian Nonnenhorn 11/1 nach. Die Mannschaft ist durch Orangefarbene Kennzeichnungswesten an der Einsatzstelle zu erkennen.

Zusätzlich zum ELW 2 verfügt der Landkreis Lindau über einen AB (Abrollbehälter) Besprechung, der bei Bedarf mit den Wechselladerfahrzeugen der Feuerwehr Lindau B. von dessen Kameraden zum Schadensort gebracht wird.

Szenario 1:

Die UG-ÖEL wird aufgrund eines definierten Alarmstichwortes z.B. Brand B5, Explosion, THL Chemie von der Integrierten Leitstelle automatisch alarmiert. Oder ein Einsatzleiter fordert die Einheit zur Unterstützung über die ILS nach. Einsatzdauer und Umfang sind voraussichtlich überschaubar.

Der Einsatzleitwagen (ELW) der UG-ÖEL unterstützt den Einsatzleiter – in der Regel der örtliche Kommandant) bei der Lageführung und Lagedokumentation. Für die Durchführung der Lagebesprechungen ist keine besondere Räumlichkeit erforderlich. Die Einsatzleitung befindet sich am ELW.

Aufgabe der UG-ÖEL:

• Unterstützung der Einsatzkräfte bei der Einsatzleitung vor Ort

• Integration der vor Ort mit der Lageführung beauftragten Einsatzkräfte in die Tätigkeiten der UG-ÖEL

• Kommunikation mit anderen Einheiten und Dienststellen

• Dokumentation des Einsatzes (Einsatztagebuch, Lagekarten, Kräfteübersicht, Fotos)

• Bei ungünstiger Witterung kann zusätzlich ein Schnelleinsatzzelt aufgebaut werden.

Szenario 2:

Entsprechend Szenario 1. Die Einsatzdauer wird sich voraussichtlich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Der Einsatz hat einen größeren Umfang mit einer Vielzahl von Einsatzkräften.

Aufgabe der UG-ÖEL:

• Entsprechend Szenario 1

• Anforderung und Einrichtung des Abrollbehälters (AB) Besprechung für Lageführung und Lagebesprechungen

• Die Einsatzleitung befindet sich im AB Besprechung. Der ELW befindet sich als Kommunikationseinheit in unmittelbarer Nähe zum AB.

Szenario 3:

Aufgrund der Größe des Einsatzes wird entsprechend Bayerischem Katastrophenschutzgesetz (BayKSG) Art. 6 der Katastrophenfall oder nach (BayKSG) Art. 15 bei Schadensereignissen unterhalb der Katastrophenschwelle ein Koordinierungsbedarf festgestellt. Daraufhin wird ein örtlicher Einsatzleiter (ÖEL) bestellt und die UG-ÖEL zur Unterstützung des ÖEL eingesetzt. Damit steht der ELW der UG-ÖEL der Feuerwehreinsatzleitung nicht mehr zur Verfügung.

Aufgrund der Schadensgröße wird die örtliche Einsatzleitung nach Möglichkeit in einem Gebäude mit entsprechender Infrastruktur wie z.B. Rathaus oder Feuerwehrhaus untergebracht.

Aufgaben der UG-ÖEL:

• Unterstützung der Einsatzkräfte bei der Einsatzleitung vor Ort

• Integration der vor Ort mit der Lageführung beauftragten Einsatzkräfte in die Tätigkeiten der UG-ÖEL

• Kommunikation mit anderen Einheiten und Dienststellen

• Dokumentation des Einsatzes (Einsatztagebuch, Lagekarten, Kräfteübersicht, Fotos)

• Aufbau der örtlichen Einsatzleitung mit entsprechenden Kommunikations- und Besprechungsmöglichkeiten in einem Gebäude

In diesem Szenario wird der ELW möglichst zur Einsatzleitung positioniert.